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    Prof. Dr. habil. Yvonne Ferreira

    Diplom-Psychologin

    Manche Menschen achten nur auf das Lächeln Deines Mundes und übersehen das Weinen Deiner Augen."

    Arbeit und Mensch
    • Professorin für Wirtschaftspsychologie
    • Chefredakteurin der Zeitschrift für Arbeitswissenschaft
    • Expertin für Arbeitszufriedenheit, Entwicklung des Fragebogens zur Erhebung von Arbeitszufriedenheitstypen
    • Expertin für psychische Belastung und Beanspruchung
    • Erfahrung in zahlreichen Industrieprojekten

    Lebenslauf

    Ich habe als Jugendliche eine solide Ausbildung als Bürogehilfin in einem Verlag hinter mich gebracht, aber schon dabei gemerkt, dass mir das nicht reicht. Samstags habe ich dann über ein Jahr lang eine private Handelsschule besucht und diese als diplomierte Sekretärin abgeschlossen. Leider hat mich auch der Beruf der Sekretärin nicht ausgefüllt, obwohl ich viele Dinge gelernt habe, die mir auch heute das Leben leichter machen, wie Blindtippen, Organisieren und Ordnungssysteme sinnvoll zu führen. Also habe ich neben meinem Beruf dreieinhalb Jahre das Abendgymnasium besucht. Das war ein harter Weg, aber dann konnte ich endlich studieren. Das Fach war für mich schon immer klar: Ich wollte Psychologin werden. An der technischen Universität Darmstadt habe ich mir in neun Semestern diesen Traum erfüllt und hatte dann das große Glück als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Arbeitswissenschaft an ebenjener Universität angestellt zu werden. Als einzige Psychologin unter Ingenieuren habe ich dennoch überlebt (die Prognosen meiner Kollegen war anfänglich nicht gut …). Die Zeit dort war für mich prägend. Ich habe mich mit Menschen und deren Arbeit intensiv auseinandersetzen können, alle Fragestellungen der arbeitspsychologischen und arbeitswissenschaftlichen Forschung und Praxis bearbeiten dürfen und in unzähligen Betrieben mich mit Arbeitgebern, Arbeitnehmern und deren Vertreter konstruktiv auseinandersetzen können. Verbesserungen voranzutreiben hat mir am meisten Freude bereitet und Menschen davon überzeugen zu dürfen, dass es immer bessere Wege gibt. Während dieser Zeit habe ich promoviert und schon damals mit voller Leidenschaft über das Thema Arbeitszufriedenheit. Frau Agnes Bruggemann hat mich durch ihr Zürcher Modell gefesselt und inspiriert.
    Für drei Jahre bin ich dann als Arbeitspsychologin und Konfliktberaterin an die Horst-Schmidt-Kliniken nach Wiesbaden gegangen. Auch hier konnte ich die Projektarbeit weiterführen, beispielsweise im Bereich der psychischen Belastungen und Beanspruchungen sowie der psychometrischen Testung arbeitender Personen hinsichtlich kognitiver und motivationaler Leistungsfähigkeit und -bereitschaft.
    Letztendlich erhielt ich eine Professur für Wirtschaftspsychologie an der FOM in Frankfurt. Die Lehre dort bereitet mir viel Freude und ich konnte mich sehr breit aufstellen (Arbeits- und Organisationspsychologie, Eignungsdiagnostik und Personalentwicklung, Wirtschaftspsychologie, Sozialpsychologie, differentielle Psychologie, quantitative und qualitative Forschungsmethoden, Einführung in die Psychologie, Entwicklungspsychologie, Allgemeine Psychologie I und II). Aber nur Lehre reicht mir nicht, also gründete ich eine Forschergruppe zum Thema psychische Belastung und Beanspruchung. Wir haben uns die dringende Aufgabe gestellt, Grenzwerte psychischer Belastung zu definieren.